Aquamax 2010

Der Marketingpreis der Arge Bäder des VKU

Die Dichte an Bädern und Saunaanlagen nimmt bundesweit ständig zu. Bei steigendem Wettbewerb gewinnt das Thema Marketing immer mehr an Bedeutung. Die Mitglieder der Arge Bäder verfügen gebündelt über beträchtliches Marketing-Fachwissen, welches durch Schulungsveranstaltungen ständig erweitert wird.

Um die praktischen Erfahrungen der einzelnen Betriebe für alle Mitglieder nutzbar zu machen, wurde die jährlich wiederkehrende Veranstaltung AQUAMAX ins Leben gerufen.

  • Ziel der Veranstaltung: Aus den Erfahrungen anderer bei der Umsetzung von Marketing-
    maßnahmen lernen und eigenes Wissen an andere Mitglieder weitergeben.
  • Durchführungsmodus: Jedes Mitgliedsunternehmen kann eine oder mehrere Marketingaktionen des vergangenen Jahres mit Hintergrundinformationen (Daten und Fakten) einreichen.
  • In einem eintägigen Workshop werden die Aktionen vorgestellt und bewertet. Die Anwesenden wählen die beste Aktion und verleihen somit den AQUAMAX.

AQUAMAX - Der Marketingpreis der Arge Bäder

Hier gewinnt jeder!: Nicht nur der Preisträger des Aquamax gewinnt. Denn jede Anregung, die die Teilnehmer mit nach Hause nehmen, kommt Ihren Besuchern zugute!

...und außerdem ist die Veranstaltung ein Riesenspaß!

Aquamax 2010

Ausgezeichnete Marketingaktionen in der Bäderbranche

Am 11. November 2010 war es wieder soweit: der jährlich in der Bäderbranche ausgelobte Award für außergewöhnliche und erfolgreiche Marketingideen "Aquamax" wurde in Osnabrück zum elften Mal vergeben. Der diesjährige Sieger heißt Udo Schneider, Betriebsleiter des Freizeitbades Espada in Eschwege. Die Plätze zwei und drei gingen an die Bremer Bäder und die Osnabrücker Bäder. Der von der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Bäder des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) ausgelobte Wettbewerb soll professionelles Marketing in der Bäderbranche fördern und in den Blickpunkt rücken. Der für die Arge Bäder tätige Berater, Dietmar Altenburg, der den Wettbewerb seinerzeit initiiert und auch 2010 wieder moderiert hat, präsentiert nachfolgend die prämierten Beiträge.

Das Niveau der nominierten 13 Beiträge ist weiter gestiegen und mittlerweile dem Standard anderer Dienstleistungsbereiche durchaus ebenbürtig. Das war beileibe nicht immer so und unterstreicht, dass inzwischen auch viele kommunale Bäderbetreiber die Chancen einer cleveren Vermarktung erkannt haben. Nach wie vor sind die Zielsetzungen dabei bessere Auslastung, engere Kundenbindung sowie Imagegewinn bei der Bevölkerung. Wie wichtig gerade das Standing bei den Bürgern sein kann, erleben in Zeiten knapper Kassen viele Badbetreiber angesichts Schließungsdrohungen aus der Politik regelmäßig.

 

Hundeschwimmen im Freizeitbad

Den "Aquamax 2010" gewinnt das Freizeitbad "espada" aus Eschwege mit der ebenso genialen wie einfachen Aktion "Hundeschwimmen im Freizeitbad". Badleiter Udo Schneider, selbst Hundehalter, inszenierte mit der regionalen Tageszeitung einen äußerst gelungen Aprilscherz. Am 1. April erschien ein ausführlicher und durch geschickte Formulierungen durchaus glaubwürdiger Artikel in der "Werra-Rundschau" mit der Aussage, dass zukünftig Hunde aller Rassen im Eschweger Schwimmbad zugelassen wären. Durch umfangreiche Änderungen an wassertechnischen Einrichtungen, abgenommen vom IFWR (Institut für Wasserrettung) seien hygienische Probleme ausgeschlossen. Es bestünde für die Tiere jedoch Duschpflicht wie für zweibeinige Besucher und eine Vorlage des gültigen Impfpasses sei Voraussetzung. Ein Foto des Rettungshundes
"Abuya", (Ehrenmitglied und Hundeobmann der DLRG-Ortsgruppe Eschwege) in der Eschweger Schwimmmeisteruniform wurde dem Artikel beigefügt.

Hund

Auf der Homepage erschien ebenfalls eine Information. Die Reaktionen waren erwartungsgemäß: Schon am ersten Tag erschienen ca. 25 Personen mit ihren Hunden zum Bad, wo sie mit Freikarten nett auf den 1. April hingewiesen wurden. Noch 2 Monate später kamen Reservierungswünsche von Hundevereinen aus ganz Deutschland.

Die Richtigstellung wurde am 2. April in der Tageszeitung veröffentlicht. Beschwerden gab es keine, viel mehr Beifall für die originelle Idee. Das Bad war tagelang positiv in aller Munde. Der Zeitaufwand betrug nur wenige Stunden, direkte Kosten sind nicht entstanden.

Dumpster Diving

Der 2. Platz ging an die Bremer Bäder für die spektakuläre Sommeraktion "Dumpster Diving". Man rufe sich in Erinnerung: Juli 2010, Sommerhitze mit regelmäßig über 30 Grad. Die Innenstadt Bremens glühte, die Ventilatoren in den Büros laufen heiß und Urlaub ist noch nicht in Sicht. Wer wünscht sich in solchen Momenten nicht mal eben in kaltes Wasser abzutauchen? Doch die Mittagspause reicht selten aus, um mal schnell ins Freibad oder den See zu flüchten. Was also tun, damit der erfrischende Sprung ins kühle Nass kein Tagtraum bleibt? Die Bremer Bäder haben gemeinsam mit dem Radiosender "Bremen Vier" eine Antwort gefunden: Sie bringen gemeinsam mit der Containerfirma Nehlsen das Badevergnügen dorthin, wo es am dringendsten gebraucht wird.

Bild Container 3

Dumpster Diving (englisch für "in den Müllcontainer tauchen") hieß die Aktion, die alle Wärmegeplagten rund um Bremen aufrief, sich für einen Privat-Pool der etwas anderen Art zu bewerben. Welche Bürogemeinschaft schwitzt am meisten, welche Baustelle liegt in der prallen Sonne? Vorschläge konnten per Mail eingereicht werden, die überzeugendsten Ideen wurden umgesetzt. Und das auf ungewöhnliche Weise:

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Der mobile Swimmingpool war ursprünglich ein großer Schuttcontainer, den die Firma Nehlsen eine Woche lang zur Verfügung stellte und an die jeweiligen Standorte transportierte. Mit blauer Folie ausgelegt und täglich frischem klaren Wasser gefüllt, entstand so ein mobiles Freibad.

Die Bremer Bäder sorgten für Umkleidemöglichkeiten und Badekleidung zum Leihen. Liegestühle und Sonneschirme wurden neben dem Container aufgestellt. Die Nutzung für die Badegäste war natürlich kostenfrei.

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Bürger, aber auch die Medien reagierten begeistert. Nicht nur bei dem beteiligten Radiosender, auch in der Tagespresse war die einwöchige Aktion ein Dauerthema.

In der Stadt gelten die Bremer Bäder nun noch mehr nicht nur als zuverlässiger, sondern auch flexibler und innovativer Dienstleister.

Wie Werbefiguren Teil unseres Lebens werden

Platz 3 sicherten sich die Osnabrücker Bäder mit dem Beitrag "Netti, wie eine Werbefigur ein Teil unseres Lebens wird".

Mit der Eröffnung des Nettebades im März 2005 entstand die Absicht, einen Sympathieträger für eine wichtige Zielgruppe in Bädern, nämlich Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, einzuführen. Die Ansprüche an das Maskottchen waren hoch:

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Die Werbefigur sollte mehr können als nur lächeln und winken, sie sollte auch pädagogische Aufgaben übernehmen und sich nicht in die zahllose Reihe zum Teil schon vorhandener tierischer Werbefiguren einreihen.

Mit Unterstützung einer Osnabrücker Werbeagentur ist so Netti, das freche, rothaarige Mädchen mit Pferdeschwanz und Zahnlücke entstanden - ein Mädchen, mit dem sich die Kinder identifizieren können und welches sie als ihresgleichen akzeptieren. Und dabei kann Netti all das machen, was auch die Kinder im Schwimmbad tun: Sie schwimmt, rutscht, tobt, isst Eis und vieles mehr. Darüber hinaus ist es Netti auf spielerische Weise möglich, zum Beispiel die Lerninhalte in der Schwimmschule zu vermitteln und die Baderegeln auf kindgerechte Weise zu erklären. Immer wieder gern fotografiert, begleitet Netti als Walking-Act im Maskottchenkostüm Kindergeburtstage im Bad und geht auf Werbetour bei zahlreichen Veranstaltungen in und um Osnabrück. Im Laufe der Zeit hat sich das Konzept rund um das lebhafte Maskottchen weiterentwickelt: ob als Merchandising-Artikel, in Malbüchern, auf Schiebspielen oder als Hauptfigur in einem eigens entwickelten Baderegel-Brettspiel. Netti ist auf vielfältige Weise in die Abläufe, Ideen und Aktionen des Nettebades in Osnabrück integrierbar und sorgt dabei gerade bei den jungen Badegästen immer wieder für Begeisterung.

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Freizeitspaß und Vielfalt der Nationen

Mit einem anspruchsvollen Beitrag erreichten die Bielefelder Bäderbetriebe Platz 4. Integration und multikulturelles Zusammenleben ist gegenwärtig ein beherrschendes Thema. In den Bäderbetrieben in Bielefeld kann man täglich erleben, was Integration bedeutet: welche Chancen, aber auch welche Probleme auftreten können. Mit der Broschüre "Freizeitspass & Vielfalt der Nationen" möchte man zeigen, dass die Bielefelder Bäderbetriebe (BBF) ein multikulturelles Unternehmen sind, das sich auf Besucher vieler Kulturen freut.

Unabhängig von Herkunft, Nationalität und Region sind jedoch gemeinsame Spielregeln einzuhalten. Da auch bei der BBF eine Vielzahl an Mitarbeitern unterschiedlichster Nationalität beschäftigt sind, präsentieren diese in ihrer jeweiligen Landessprache sympathisch und charmant die einzuhaltenden Regeln. Dazu werden die Mitarbeiter an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz professionell fotografiert und in der Broschüre mit Namen und Funktion vorgestellt. Ausländische Besucher werden sozusagen von Landsmann zu Landsmann angesprochen.

Sowohl bei den eigenen Mitarbeitern wie auch bei vielen Gästen ist der offene, positive Umgang mit dem Thema Multi-Kulti ausgesprochen gut angekommen. Sogar Vereine und Institutionen für Zuwanderung und Integration zeigten sich begeistert.

Betreiberübergreifende Veranstaltungsplanung

Der 5. Platz im Wettbewerb ging an die gemeinsam gestarteten Bädergesellschaften aus Rheine und Greven. Ein nachahmenswertes Bespiel interkommunaler Zusammenarbeit, das einen Sonderpreis verdient hätte. Die Auszubildenden beider Unternehmen taten sich zusammen und organisierten für die Hallenbäder in Greven und Rheine-Mesum je einen Piratentag - schließlich beinhaltet der Rahmenlehrplan für den Beruf "Fachangestellte/r für Bäderbetriebe" auch die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen.

Die Auszubildenden machten praktische Erfahrungen von der Ideenfindung
über die Kostenplanung und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur eigentlichen Durchführung der Aktion. Neben den Synergieeffekten auf der Kostenseite führte die Idee zu einer positiven Presseberichterstattung - nicht nur über die eigentlichen Events, sondern auch über das Berufsbild des Fachangestellten für Bäderbetriebe und die lobenswerte Kooperation zwischen zwei Bäderbetrieben. Die
Identifikation der Auszubildenden mit der anspruchsvollen Aufgabe war auch optisch nicht zu übersehen: Der Vortrag wurde der fachkundigen Jury natürlich im kompletten Seeräuber-Outfit präsentiert.

Hier geht es zu den Aquamax-Preisverleihungen der
Jahre 2009-2000